Irene Weingartner | Verschwebungen
Werkgespräch: 31. Mai 2026 um 14 Uhr
Wilko Austermann, Direktor Museum gegenstandsfreier Kunst,
im Gespräch mit Irene Weingartner
Ausstellungsdauer 26.04. - 06.06.2026
Fotos: Tino Kukulies, Düsseldorf
Mit "Verschwebungen" zeigen wir die dritte Einzelausstellung von Irene Weingartner und führen die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ihrem vielschichtigen Werk fort.
Weingartner versteht Zeichnung als sensible Form der Welt- und Selbstvermessung. In einer stillen, hochkonzentrierten Praxis wird der eigene Körper zum Resonanzraum, der innere wie äußere Impulse unmittelbar in Linie übersetzt. Aus ihren über Jahre entwickelten „Seismographischen Aufzeichnungen“ entstehen fein vernetzte Liniengefüge, die sich verdichten, überlagern und zunehmend in den Raum ausgreifen.
Die Ausstellung vereint neue Arbeiten aus verschiedenen Werkserien, die aus diesen Aufzeichnungen hervorgehen und sich gegenseitig bedingen. Ein zentrales Werk ist das wandgreifende Cut-out „Modell – 3 Ansichten in Perspektive“, das zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changiert und je nach Lichteinfall in stetiger Veränderung erscheint. Ergänzt wird die Präsentation durch „Spaces“ – Aquarelle, die Räume verschachteln und kippen – sowie durch kleinere Zeichnungen, die Konstellationen, Felder und Rotationen sichtbar machen.
Viele Arbeiten sind schwebend montiert und reagieren sensibel auf Licht und Standpunkt. So entstehen fragile Ordnungen in Bewegung: Verschwebungen.
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